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Freitag, 11 Januar 2013 07:30

Kampf für das grüne Juwel Westerwolde

Gut zwei Dutzend Niederländer demonstrierten gestern Morgen im Kreishaus gegen eine geplante Schweinemastanlage mit knapp 8000 Plätzen in der Gemeinde Rhede in der Nähe der Staatsgrenze. Der Diskussion stellte sich Kreisrat Marc-André Burgdorf (rechts) , hier im Gespräch mit Bert Dieters, Abgeordneter im Rat der Provinz Groningen. Foto: Hermann Hinrichs Gut zwei Dutzend Niederländer demonstrierten gestern Morgen im Kreishaus gegen eine geplante Schweinemastanlage mit knapp 8000 Plätzen in der Gemeinde Rhede in der Nähe der Staatsgrenze. Der Diskussion stellte sich Kreisrat Marc-André Burgdorf (rechts) , hier im Gespräch mit Bert Dieters, Abgeordneter im Rat der Provinz Groningen. Foto: Hermann Hinrichs
Niederländer protestieren im Kreishaus gegen geplanten Schweinemaststall in Rhede Meppen. In einer ungewöhnlichen Konstellation hat gestern im Kreishaus der Erörterungstermin über die Einwendungen gegen den geplanten Bau einer Schweinmastanlage in Rhede stattgefunden.
Ein niederländischer Landwirt will in Rhede unweit der Staatsgrenze eine Mastanlage mit knapp 8000 Plätzen errichten. Und diejenigen, die dagegen zu Felde ziehen, sind nahezu ausschließlich Niederländer. Von deutscher Seite gab es lediglich eine Einwendung, nämlich die des Naturschutzbundes. Das erklärte Jens Junge blut auf Nachfrage, der den öffentlichen Erörterungstermin leitete. Wie der Kreisbedienstete eingangs der Sitzung darlegte, seien im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung insgesamt 71 Einwendungen eingegangen. Gut zwei Dutzend Einwender und Stallbaukritiker aus den Niederlanden waren schon eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung im Kreishaus. Mit Fahnen, Transparenten und Westen ausgestattet, verdeutlichten sie hier mit freundlichen, aber klaren Worten und einem Bildband über das „Grüne Juwel Westerwolde“ dem Kreisrat Marc-André Burgdorf ihre Sicht der Dinge. Wortführerin Willie Raaijmakers aus Ter Apel kritisierte, dass die Politik eine „explosive Zunahme der Intensivtierhaltung im Emsland“ ermögliche. Dafür böten, wie im aktuellen Fall in Rhede, Windparks offenbar ein „ideales Habitat“. Raaijmakers äußerte die Sorge auf holländischer Seite um die Haltungsbedingungen der Tiere sowie um die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit der Menschen.  Raaijmakers forderte von Burgdorf Daten ein, wie viel Tierhaltung im Emsland bereits betrieben wird und wie viel nach aktuellem Stand noch hinzukommen wird. Darüber hinaus rief sie den Landkreis dazu auf, das Ansinnen der Provinz Groningen, eine Pufferzone entlang der Grenze in Deutschland einzurichten, zu unterstützen (siehe auch weiteren Bericht auf dieser Seite). „Wir bitten Sie, diesen Wunsch zu respektieren. Eine Pufferzone wäre ein guter erster Schritt“, so Raaijmakers.   Kreisrat Burgdorf hingegen machte seinen Gästen unter Verweis auf geltendes Recht wenig Hoffnung auf einen schnellen Erfolg. Er bat um Verständnis dafür, dass sich der Landkreis an geltendes Recht halten müsse. „Wir genehmigen nicht einfach so“, betonte Burgdorf. Beispielhaft führte er die vom Kreis im Genehmigungsverfahren eingeforderten Keimgutachten an und das aktive Drängen des Kreises auf eine Änderung des Baugesetzbuches.  Im anschließenden Erörterungstermin wurden alle eingebrachten Aspekte der Bedenkenträger einzeln abgearbeitet. Dabei wurde allerdings die Sprachbarriere über weite Strecken trotz Dolmetschers zu einem Hindernis für einen verständlichen Verlauf der Sitzung, die laut Sitzungsleiter Jungeblut dazu dient, „die Entscheidungsgrundlage auf eine breitere Basis zu stellen“.  Der Antragsteller, Landwirt Henk de Wildt, der mit seinem Anwalt Karl Thedieck gekommen war, erklärte, dass es sein Ziel sei, künftig nicht nur Ferkel zu erzeugen, sondern diese auch selber zu mästen. Bei der Suche nach einem abgelegenen Standort sei er in Rhede fündig geworden.  Wie im Verlauf der Sitzung vorgetragen wurde, sollen dort nun in zwei Ställen zusammen knapp 8000 Mastplätze entstehen. Zudem wird die Anlage mit einer Filtertechnik ausgestattet. Diese reduziert nach Angaben des Herstellers die Ammoniakemissionen um 80 Prozent, und ab 100 Meter Entfernung sei der Geruch nicht mehr wahrnehmbar. Zudem werde über das Herausfiltern des Feinstaubs zugleich auch der Austritt von daran haftenden Keimen (Bioaerosole) stark minimiert.

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