Mittwoch, 15 April 2015 08:48
Kinder erobern dritte Krippe in Rhede
Anbau am Kindergarten Westeresch feierlich eingeweiht – Alle Plätze ausgebucht
Gerade erst eröffnet und schon ausgebucht: Im Handumdrehen haben die Kinder in Rhede auch die dritte Krippe der Einheitsgemeinde komplett erobert. Auf Anhieb sind alle 15 Plätze in dem neuen Anbau an den Kindergarten Westeresch belegt. Am Dienstag wurde der Trakt feierlich eingeweiht.
Lautstark und fröhlich stromerten die Mädchen und Jungen über den Flur der Kindertagesstätte, als sich die Einweihungsgäste den Weg in die neue Krippe bahnten. „Wir sind froh, dass wir genug Kinderlärm haben. Wir hören das gerne und hoffen, dass das noch lange so bleibt", sagte Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) auch im Hinblick auf den demografischen Wandel. Den kirchlichen Segen sprach Pastor Karlheinz Fischer. Am Samstag, 25. April, lädt der Kindergarten von 14 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Mit dem Anbau, der bis auf einige Restarbeiten fertiggestellt ist, ist an dem Kindergarten die Zeit des Provisoriums vorbei. Vor mehr als einem Jahr hatte dort eine Übergangskrippe mit zehn Plätzen ihren Betrieb aufgenommen. Damit hatte die Gemeinde in Abstimmung mit dem kirchlichen Träger auf eine überraschend gestiegene Nachfrage nach Betreuungsmöglichkeiten für unter Dreijährige reagiert. Überlegungen, im Kreativzentrum der Ludgerusschule eine Dauerlösung einzurichten, wurden verworfen. Das Finanzvolumen für den Anbau umfasst rund 387 500 Euro. Außer der Krippe mit Gruppen-, Ruhe- und Intensivraum sowie Sanitäranlagen und Abstellfläche für Kinderwagen wurde im Obergeschoss ein Personalraum geschaffen. Draußen wird es einen separaten Spielbereich geben. Spitze im Emsland
In die Finanzierung fließen nach den Worten von Kämmerer Hermann-Josef Gerdes Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 115 500 Euro. Weitere 69 000 Euro steuert der Landkreis Emsland bei. Für die Gemeinde Rhede verbleibt ein Eigenanteil von 203 000 Euro. „Das ist eine Stange Geld, aber eine super Investition, die von großer Bedeutung ist", sagte der Rheder CDU-Kreistagsabgeordnete Gerd Husmann. Seit dem Jahr 2000 hat die Gemeinde Bürgermeister Conens zufolge die Entwicklung ihrer Kindergärten mit großem Engagement vorangetrieben. Der St.-Nikolaus-Kindergarten wurde saniert, der Kindergarten Westeresch gebaut (2001). 2009 und 2011 entstanden die beiden ersten Krippen mit jeweils 15 Plätzen (am St.-Nikolaus-Kindergarten). Die Gemeinde betrachtet aber beide Kindergärten als Einheit. Wie gut die Kommune mit den Krippen aufgestellt ist, zeigt ein Blick in die aktuelle Statistik des Landkreises. Demnach hält Rhede für 61 Prozent der unter Dreijährigen aus der knapp 4500 Einwohner zählenden Einheitsgemeinde einen Krippenplatz vor. Mit dieser Quote ist sie weiter eindeutiger Spitzenreiter im Emsland. Ein Video zur Einweihung sowie weitere Nachrichten aus Rhede gibt es auf www.noz.de/ rhede

