#sovielleben

Mediathek

SS IMageFilm

Der Rhede-Film für Sie!

BTN Jugendarbeit

Anschrift

Gemeinde Rhede (Ems)
Gerhardyweg 1
26899 Rhede (Ems)

Tel.: 04964 - 9182-0
Fax: 04964 - 9182-40

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mittwoch, 12 Juni 2013 05:31

Gespinstmotten an verschiedenen Obst- und Ziergehölzen

Das Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gibt bekannt: Derzeit ist in zahlreichen Regionen ein vermehrtes Auftreten von Gespinstmotten und Blattwespen an Zier- und Obstgehölzen zu beobachten. An Autobahnbegrünungen weisen zum Beispiel Weißdorn, Schlehen, oder Weiden Fraßschäden auf, die auf einen Befall mit Gespinstmotten zurückzuführen sind. Bei geschädigten Pflanzen wird typischerweise das Blattwerk bis Mitte Juni völlig kahl gefressen.
Zurück bleibt nur noch ein silbrig glänzendes Gespinst über den Zweigen und Ästen. Das Ausmaß solcher Schäden ist regional derart stark, dass einzelne Pflanzen völlig von dem Gespinst umwoben sind und so mancher Beobachter ein Absterben der Bäume befürchtet. Verursacht werden solche Schäden häufig durch Gespinstmotten der Gattung Yponomeuta, die bei uns als Traubenkirschen-Gespinstmotten (Yponomeuta evonymellus), Pflaumengespinstmotte (Yponomeuta padellus) oder Apfelgespinstmotte (Yponomeuta malinellus) bekannt sind. Die Gespinstmotten wandern üblicherweise Ende Juni zur Verpuppung ab und beenden ihren Reifefraß. Die Pflanzen erholen sich dann von dem Befall und treiben neu aus, so dass der Schaden nicht mehr zu erkennen ist. Allen Gespinstmotten gemein ist eine recht ähnliche Morphologie. Die fertig entwickelten Raupen sind im letzten Stadium bis zu 20 mm groß, hellgelb bis graubraun gefärbt, schwarz gepunktet und mit einer dunklen Kopfkapsel versehen. Sie sammeln sich ab Ende Juni in größeren Mengen bevorzugt am Stamm oder in Astgabeln ihrer Wirtspflanzen zur Verpuppung. Die Raupen tragen keine Brennhaare und auch das Gespinst ist für die Gesundheit von Mensch und Tier völlig unbedenklich. Die gräulichen Falter treten ab Ende Juli in Erscheinung, wo sie nach einer Paarung mit der Eiablage an Zweigen in der Nähe von Knospen beginnen. Aus den Eiern schlüpfen noch im Herbst die Raupen der nächsten Generation zur Überwinterung. Unterscheiden kann man die verschiedenen Gespinstmotten-Arten am besten anhand der Fraßpflanze, an der sie nachgewiesen werden. Typisch für die Yponomeuta-Arten ist ihre strenge Bindung an eine einzige, oder an wenige, aber eng verwandte Baum- bzw. Straucharten. So beobachtet man zum Beispiel Yponomeuta padellus vornehmlich an Weißdorn, Schlehe, Vogelbeere, Y. cognatellus an Pfaffenhütchen und Y. rorellus an Weiden. Die Entwicklung beginnt zumeist mit dem Austrieb der Wirtspflanze. Aufgrund des anfangs geringen Schadens werden die Raupen zu diesem Zeitpunkt noch nicht wahrgenommen. Mit steigenden Temperaturen kommt es zur starken Zunahme der Fraßaktivität und damit zur Intensivierung der Beeinträchtigung. Zudem beginnen die Gespinstmotten nun die gesamte Pflanze mit einem festen, weißen Gespinst einzuspinnen, um sich vor Fraßfeinden wie Vögeln und Witterung zu schützen. Bei Kahlfraß wandern noch nicht verpuppungsreife Raupen unruhig auf der Suche nach Nahrung in der Umgebung umher und spinnen alles ein, was ihnen in den Weg kommt, nicht nur Pflanzen, sondern ggf. auch Zäune, Bänke usw.. Bleibt letztlich die Frage, was man bei einem solchen massenhaften Befall der Pflanzen tun kann. Das massenhafte Auftreten reguliert sich innerhalb weniger Jahre durch das verstärkte Auftreten von natürlichen Gegenspielern der Gespinstmotten wieder auf ein Normalmaß zurück. Dann rücken Raubwanzen, Schlupfwespen, Vögel usw. den Raupen zu Leibe und es entsteht eine natürliche Regulation. Wem dies zu lange dauert, der sollte ab Anfang Mai verstärkt auf die im Vorjahr befallenen Pflanzen achten und erste Befallsstellen sofort mechanisch entfernen. Bei stärkerem Befall, lässt sich eventuell ein Großteil der Raupen mit Hilfe eines Wasserstrahls abspülen. Eine chemische Bekämpfung der Raupen ist nur sinnvoll, solange noch kein Gespinst gebildet worden ist. Dann kann an Ziersträuchern eine Behandlung mit z. B. Schädlingsfrei Careo bzw. Bayer Garten Schädlingsfrei erfolgen. An Obstgehölzen ist eine chemische Behandlung aufgrund der Gefahr von Rückständen nicht zulässig. Da befallene Bäume und Sträucher einige Wochen nach dem Kahlfraß wieder austreiben und nicht absterben, wird allein der optische Schaden am Zierwert der Pflanze durch die Spritzungen verringert.

24 OpenRathaus

#sovielleben

fahneEuropa

Besuchen Sie uns auch auf

 logo   facebool round 

hashtag round   YoutubeLogo

Kalender

<<  Oktober 2021  >>
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
      1  2  3
  4  5  6  7  8  910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Was ist los in Rhede ?

Keine aktuellen Veranstaltungen.